Um die Rechtsbeziehungen innerhalb unseres geplanten Modellprojekts IWoK – „Inklusive Wohngemeinschaft zu klären und zu regeln, haben unsere vier behinderten Töchter – gesetzlich jeweils vertreten durch ihre Mütter – eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet.

Unsere Töchter haben sie sich für ein Zusammenleben mit anderen behinderten Menschen entschieden und schließen sich zusammen, um mit Unterstützung ihrer gesetzlichen VertreterInnen, der Lebenshilfe im Landkreis Miltenberg und allen weiteren Beteiligten eine selbstorganisierte und selbstverwaltete Wohngemeinschaft zur möglichst autonomen Lebensführung zu gründen.

Ziel der Wohngemeinschaft ist es, den häuslichen und pflegerischen Alltag der Mitglieder im Hinblick auf ihre Behinderung möglichst optimal und wirtschaftlich zu gestalten. Dabei haben die Mitglieder der Wohngemeinschaft ein besonderes Bedürfnis nach einer gewohnten und gleichbleibenden Umgebung sowie einer kontinuierlichen Zusammensetzung der Wohngemeinschaft, über die sie selbst bestimmen wollen. Ferner soll das soziale Umfeld der Mitglieder in das Leben der Wohngemeinschaft eingebunden werden.

Die Angehörigen und gesetzlichen Betreuer der WG-BewohnerInnen erklären sich zu einem kontinuierlichen und verbindlichen Engagement in der Wohngemeinschaft bereit. Alle Mitglieder gehen davon aus, dass dieses Engagement nicht nur das Zusammenleben in der Wohngemeinschaft fördert, sondern auch dazu beiträgt die Kosten des Lebensunterhaltes zu senken und die Lebensqualität der Mitglieder zu erhöhen.

Die Wohngemeinschaft ist eine selbstständige und unabhängige Gruppe, die unter Berücksichtigung der bestehenden gesetzlichen Vertretungsverhältnisse in allen das Zusammenleben betreffenden Fragen eigenverantwortlich entscheidet und autonom über ihre Betreuung und die damit zusammenhängenden Fragen bestimmt.

Wir danken allen Beteiligten für die bisherige und künftige Unterstützung.